
Der geschätzte Christoph Harrach hat bei seinem KarmaKonsum einen Blogkarneval anläßlich der Fairen Woche gestartet. Das juckt es mir doch in den Blogger-Fingern, dabei zu sein…
Mein berufliches Tätigkeitsfeld liegt besonders im Modehandel, schon seit vielen Jahren denke ich zudem in die Verknüpfung von Fashion und Fair Trade. Insbesondere in der “textilen Wertschöpfungskette” sind die z.T. dubiosen Produktionsbedingungen im Ausland hierzulande nicht ausreichend transparent und in diesem Fall unterstelle ich der allgemeinen Globalisierung sogar mal einen positiven Effekt:
Die zunehmende Aufdeckung von unsozialen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Menschenhandel und Lohndumping führt zur Entwicklung von unabhängigen Prüffaktoren, die die Unbedenklichkeit von Produkten zertifizieren. So kann der Konsument frei entscheiden, ob er ein faires Produkt der Unwissenheit vorzieht.
Ein überzeugendes Beispiel für echte Transparenz in der Herstellungskette liefert die niederländische Zertifizierungs-Initiative MADE-BY, die jetzt auch in Deutschland startet. Anläßlich der letzten Modemesse Premium in Berlin hat das Unternehmen für viel Aufmerksamkeit gesorgt und bietet als einziges Gütesiegel eine eigens entwickelte “Score-Card” an, die die komplette Beschaffungsstruktur eines Unternehmens abbildet. So haben Greenwasher, die z.B. nur einen verschwindend geringen Teil ihrer Produkte fair oder ökologisch produzieren lassen, keine Chance und fliegen auf.
Meiner Meinung nach ist Fair Trade ein zentrales Thema der nächsten Jahre, auch als Qualitätskriterium. Die Anforderung an die Zertifizierer ist der nötige Aufbruch in die Modernität, weg vom jugendfernen Saubermann-Image.
Insofern ist Christoph’s aktueller Selbstversuch, 14 Tage ausschließlich von Fair Trade-Produkten zu leben, weniger mutig als nötig und somit lobenswert. Zu verfolgen unter http://karmakonsum.de.
ich finde den “selbstversuch” ehrlich gesagt nicht so lobenswert, siehe http://unsdiewelt.com/2008/09/gut-gemeint-ist-das-gegenteil-von/
lg klaus
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[...] slowretail.wordpress.com Meiner Meinung nach ist Fair Trade ein zentrales Thema der nächsten Jahre, auch als Qualitätskriterium. Die Anforderung an die Zertifizierer ist der nötige Aufbruch in die Modernität, weg vom jugendfernen Saubermann-Image. . [...]
Hier einige Gedanken, die ich mir zum “FairTrade- Blogkarneval” gemacht habe: http://kaffee-blog.maskal.de/lohas/karmakonsument-christoph-harrach-in-trans-selbst-fair-suchung-mit-nachhaltiger-wirkung
Hans