
Foto: Mutterland
Der Hamburger Spezialist für entschleunigte Feinkostlebensmittel Mutterland hat im Hanseviertel einen temporären Weihnachtsladen ist eröffnet. Seit dem 2. November bis zum Jahresende kann man die diesjährigen Geschenke für sich und die liebe Verwandtschaft auch außerhalb des Stammhauses im Bezirk St. Georg zusammentragen. Wo genau? Direkt gegenüber vom Schreibwarenklassiker Schacht & Westerich. Im Mutterland-Angebot sind u.a. riesige Schokoladen-Weihnachtsmänner, winterliche Teesorten und Adventskalender, die alle Mitbewohner neidisch machen werden, Schokoladen in Salami-Form, handgefertigte Weihnachtsstiefel mit und ohne Füllung, edle Destillate.
Von 13 bis 18 Uhr ist sogar am morgigen Sonntag (8. November) geöffnet.
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Den Slowretail Blog gibt es jetzt seit über zwei Jahren (übrigens auch auf Englisch). Die steigenden Klickraten und die positiven Rückmeldungen zu der Initiative aus aller Welt geben uns Recht: Es gibt ein Leben jenseits von eingefahrenen Einzelhandelskonzepten und global einheitlichen Konsumbefriedigern. Wir treten für die Erhaltung werthaltiger Beispiele des Handels ein und fördern als Kommunikationsplattform traditionelle und innovative Händler gleichermaßen. Nun läuten wir mit täglich neuen Blogeinträgen und geplanten begleitenden Aktivitäten eine neue Slowretail-Ära ein. Keineswegs ‘fast’ sondern behutsam und immer wertschätzend gegenüber unseren realen Slowretail-Hauptdarstellern.
Wir suchen inhaltliche Unterstützer, Slowretailer, die uns mit Beispielen für spannenden Einzelhandel überschütten. Sie können uns Ihre liebsten Läden um die Ecke mitteilen, traditionelle Märkte, Kioske, etc. Sie berichten uns von förderungswürdigen Händlerinitiativen, Werbegemeinschaften der Städte und Gemeinden, Stadtteilfesten. Von themenverwandten Büchern, Studien, Diplomarbeiten. Oder Sie skizzieren Ihren idealen Laden der Zukunft, so als ob es ihn schon gäbe, und was daran einzigartig ist.
Als Hilfe für die Sammlung der Fakten eines Slowretail Helden, der im Blog vorgestellt werden soll, können Sie hier eine Checkliste herunterladen und ausgefüllt an uns übermitteln. Nach Wunsch werden Sie im Beitrag als „Slowretail Scout“ genannt – oder verschwiegen. Und gerne können wir uns auch darüber unterhalten, wie Sie als Gastautor im Blog aktiv werden können.
Wir lieben guten Handel und freuen uns, wenn Sie dazu beitragen möchten, daß er keine Ausnahme vor unseren Türen mehr bleibt.
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Foto: Eataly
Eataly ist ein ehrgeiziges Projekt, welches mit Unterstützung der Italienischen Stadt Turin und der Region Piemont im Vertrieb qualitativ hochwertiger Lebensmittel seit 2007 einen völlig neuen Weg einschlägt. Schlüsselbegriffe sind dabei Nachhaltigkeit, Verantwortung und Miteinander. Drei Jahre Vorarbeit waren nötig um das Konzept zu entwickeln, die Produkte auszuwählen und die Lieferanten ausfindig zu machen. Ausserdem galt es, die ehemahlige Vermouth-Manufaktur Carpano in der Turiner Via Nizza, die hier noch bis Mitte der 80er Jahre aktiv war, grundlegend zu sanieren. Weiterlesen »
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Foto: Wallpaper
„Mode soll sexy sein, wie der Anblick eines perfekten, blutig gebratenen Steaks. In den neuen Räumen kommt die Exklusivität unseres Angebotes erst richtig zur Geltung“. Mit dem Umzug von der Kastanienallee in die „Alte Fleischerei“ in der Torstraße 116 in Berlin-Mitte bewahren die Inhaber des Concept Store Extrafein, Ron Siedner und Frank Scheunemann, eine der letzten authentischen Locations des Szene-Bezirks vor dem Sanierungstod. Seit der Schließung der ehemaligen Fleischerei dienten die Räumlichkeiten internationalen Kreativen als Werkstätte. Streetart-Künstler wie CBS und Banksy haben hier ihre Spuren auf den Kacheln der Schlacht- und Kühlräume hinterlassen.
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Der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti (1905-1994) hat in seinem Buch „Die Stimmen von Marrakesch“ (1968) das Wesen der arabischen Suks (Basare) wunderbar beschrieben. Hier ein Auszug daraus, der zugleich sachliche Beschreibung und Liebeserklärung an den Handel ist.

Foto: Wikipedia
Die Suks
Es ist würzig in den Suks, es ist kühl und farbig. Der Geruch, der immer angenehm ist, ändert sich allmählich, je nach der Natur der Waren. Es gibt keine Namen und Schilder, es gibt kein Glas. Alles, was zu verkaufen ist, ist ausgestellt. Man weiß nie, was die Gegenstände kosten werden, weder sind sie an ihren Preisen aufgespießt, noch sind die Preise fest. Weiterlesen »
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Foto: spiegel.de
In Spiegel Online erschien heute ein Bericht über die Rückkehr der Nachbarschaftsläden in der Provinz, der die Slowretail Überzeugungen erfreulich bestätigt. Ein Auszug:
„Gülzows MarktTreff ist der Tante-Emma-Laden des 21. Jahrhunderts. Eigentlich war das alte Kaufmannsmodell für tot erklärt worden: Während die großen Märkte wuchsen, gingen die kleinen Geschäfte pleite, gegen die Schnäppchen der Discounter hatten sie keine Chance. Mehr als 20.000 Lebensmittelläden haben in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland deshalb dicht gemacht, aus Orten mit weniger als 5000 Einwohnern haben sich die Handelsketten fast völlig verabschiedet. Denn neue Filialen zu eröffnen, lohnt sich erst ab 8000 potentiellen Kunden im Umkreis, Tendenz weiter steigend.“
Hier geht’s zum ganzen Artikel auf Spiegel Online.
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Foto: KaDeWe, Berlin
Gegründet im Jahre 1907, erlebte das KaDeWe nach seiner wechselhaften Geschichte unmittelbar nach der Maueröffnung über mehrere Tage einen wahren Ansturm von Besuchern, vor allem in der legendären Feinschmeckeretage. Über 200.000 DDR-Bürger bestaunten täglich das bekannte Kaufhaus des Westens und legten den Verkauf weitgehend lahm.
Am 09. November jährt sich der Mauerfall zum zwanzigsten mal. Zu diesem Anlass präsentiert sich das KaDeWe als „KaDeBe – Kaufhaus der Berliner“. Denn nicht nur die 2.000 Mitarbeiter dieser Berliner Legende, sondern vor allem auch die Kunden repräsentieren seit vielen Jahren ein gemeinsames Berlin. In den Frontschaufenstern zeigt das „KaDeBe – Kaufhaus der Berliner“ vom 02. – 12. November 2009 in einzigartiger Weise über 200 Fotos seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Ihre persönliche Geschichte vom 09. November 1989.
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Foto: highsnobiety.com
Die Torstraße in Berlin-Mitte entwickelt sich zum Mekka der Pop-Up- und Concept Stores. Nun hat Nike dort einen temporären Laden für seine Skateboard-Linie eröffnet, der noch bis Ende November 2009 geöffnet ist. Der Nike SB-Fan findet dort neben der aktuellen Kollektion auch kultverdächtige Einzelstücke, vor allem Schuhe, aus vergangenen Zeiten. Auch eine Indoor-Miniramp wurde installiert und an den Wänden hängen die Nike SB-Kampagnenfotos aus aller Welt von Alex Flach.

Foto: highsnobiety.com
NIKE SB Pop-Up Store, Torstr. 72, 10117 Berlin-Mitte
(via highsnobiety.com)
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Foto: Slowretail
Die Sprösslinge vom Autor dieses Blogs übten sich dieses Wochenende im Handel: Beim Krims-Krams-Markt der Dorf-Grundschule im Örtchen Lembeck (NRW). Mehrere dutzend Kinder boten ihre Waren feil, jeder hatte einen Schultisch zur freien Verfügung, um abgelegtes Spielzeug einer weiteren Wertschöpfung zuzuführen. Dabei wurde so manches unter Wert oder auch überteuert – weil nach reiflicher Überlegung doch nur ungern – abgegeben. Renner waren alle Arten von Sammelkarten, Bücher, DVD’s und Konsolenspiele, unsere beiden Käthe-Kruse-Puppen haben wir wieder mitgenommen.

Foto: Slowretail
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Foto: Original Berliner Trödelmarkt
Es gibt ihn an diesem Ort, der Straße des 17. Juni in Berlin, bereits seit über 30 Jahren: Den Original Berliner Trödelmarkt, der der traditionsreichste der Hauptstadt ist. Jedes Wochenende stellen dort hunderte professionelle und private Händler echten Trödel aus, Tennissocken im 5er-Pack oder eingeschweisstes China-Spielzeug ist tabu.
Die Straße des 17. Juni in Charlottenburg ist eine der zentralen Verkehrsachsen Berlins. Sie führt mit unterschiedlichen Namen vom Charlottenburger Schloß über die Siegessäule bis zum Brandenburger Tor, hinter dem sie sich als „Unter den Linden“ in die Ost-City fortsetzt. Hier schoben sich in den neunziger Jahren die „Floats“ der Love Parade zwischen Millionen Raver, bevor die größte Party der Welt ins Ruhrgebiet verkauft wurde. Hier ist der Sitz der Technischen Universität und der Universität der Künste, alles wird umspült vom Landwehrkanal. Weiterlesen »
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Foto: www.heinz-boemler.com
Im niederrheinischen Goch lebt ein Puppenspieler. In einer denkmalgeschützten Mühle. Was das mit Slowretail zu tun hat? Viel, denn Heinz Bömler sammelt alte Ladeneinrichtungen. Etwa vier dutzend hat er schon, quer durch alle Fachgeschäfts-Branchen und schart sie auf dem weitläufigen Anwesen der Viller Mühle um sich. Wenn er sie nicht gerade als Kulisse an Filmproduktionen vermietet hat oder auf Events in ganz Deutschland mit ihnen unterwegs ist.
Eines der dienstältesten Exponate ist der Süsswarenladen von Frieda Schnupp, anno 1904. Ihm fehlt an Authentizität nur noch Frieda selbst, die vermutlich den Großteil ihres Lebens in diesem Laden mit zeitlosem Sortiment verbrachte. Einem anderen Schmuckstück, Joseph Goldstaubs Glanzbildladen, wurde die geschäftliche Grundlage entzogen: Glanzbilder gibt es fast nicht mehr und es wäre wohl frevelhaft, diesen Tresen heute mit überteuerten Pokémon- oder Match Attax-Sammelkarten zu bestücken. Schön an der Gocher Ladensammlung ist, daß die Läden mit ihren originalen Produkten gefüllt sind und damit ihre Bestimmung als „Warenträger“ bestätigen. Besonders eindrucksvoll ist hier der Eisenwarenladen, dessen alte Bretter vor Eisen- und Haushaltswaren nur so strotzen.

Foto: www.heinz-boemler.com
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Foto: Gingko Press
Der Bildband „Store Front – The Disappearing Face of New York“ ist ein visuelles Vermächtnis für charakteristische Schaufenster in New York City, die zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Die beeindruckende Bildersammlung belegt die leise Verdrängung jener Händlerpersönlichkeiten, die zumeist spezialisierte Fachgeschäfte oder Nachbarschaftsläden unterhielten. Sie verkörperten für Ihre jahrzehntelangen Stammkunden einen Geist der Nähe, Vertrautheit, Komfort und Wärme. Weiterlesen »
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